Der Betreiber meint wirklich, dass die fehlenden Kontrollen schuld sind und nicht er, der die nichtkonformen Deckenelemente einbauen lassen hat?
Er schildert nachlässige Brandschutzprüfungen und unzureichende Umsetzung: „Nicht alles im Gebäude, in dem sich meine Bar befindet, entspricht dem Brandschutz.“ Weitere Lokalinhaber äußern sich gegenüber dem Spiegel in ähnlicher Weise. „Brandschutz-Kontrolleure kommen nur vorbei, wenn jemand ein neues Lokal aufmacht oder wenn es irgendwo einen Besitzerwechsel gibt“, erklärt einer von ihnen.



Dass die Gemeinde geschlampt hat, entschuldigt nicht den Punkt, dass an der Decke offensichtlich ungeeignetes Material installiert war.
Und wenn das Material bei der letzten Inspektion schon da war, und es nicht beanstandet wurde, muss man auch erst mal sehen, warum. Hat der Inspekteur gepennt, hat er falsche Informationen bekommen, hat er das Material nicht als Problem erkannt, oder hat er vielleicht die Deckenverkleidung gar nicht als neu und überprüfenswert erkannt?
Wer Akustikschaum an Decken von Nachtclubs nicht als problematisch erkennt, sollte man so richtig weit von Brandschutz fernhalten, also nicht mal unbeaufsichtigt eine Kerze auspusten lassen.
Ich glaube nicht, dass wir noch über die Qualität der Brandschutz-Prüfungen diskutieren müssen. Das Ergebnis spricht ja für sich…
Eben. Nur weil jemand anderes auch verbockt hat, heißt nicht, dass du nicht auch hättest aufpassen können und sollen.
Sicherheit funktioniert oft in Schichten, und wenn eine versagt sollte idealerweise noch eine andere das abfangen. Single point of failure ist immer riskant bis fahrlässig.
Klar sollte die Qualität der Inspektion auch besser sein, aber trotzdem sollte man bei Baustoffen mitdenken. Oder eben dabei, was man dann dort macht. Gibt auch Kaltfeuerwerk, das weniger Brandgefahr haben dürfte.