Nicht alle Staatsanleihen sind gleich. Das merkt man spätestens dann, wenn man anfängt, sich ernsthaft mit ihnen zu beschäftigen. Früher habe ich ehrlich gesagt gedacht: Staat ist Staat, Zinsen sind Zinsen. Aber so einfach ist das nicht. Es gibt Unterschiede bei Laufzeit, Bonität und natürlich beim Land, das die Anleihe ausgibt.
Ich persönlich setze vor allem auf solide Emittenten. Deutsche Bundesanleihen zum Beispiel geben mir ein gutes Gefühl. Die Rendite ist vielleicht nicht spektakulär, aber dafür weiß ich, woran ich bin. Ein Teil meines Geldes liegt auch in Anleihen anderer stabiler Staaten, um ein bisschen zu streuen. Diversifikation ist schließlich kein Modewort, sondern schlicht vernünftig.
Wichtig finde ich außerdem die Laufzeiten zu mischen. Einige Anleihen laufen nur ein paar Jahre, andere deutlich länger. So kommt regelmäßig Kapital zurück, das ich neu anlegen kann, ohne alles von den aktuellen Zinsen abhängig zu machen.
Am Ende ist ein Staatsanleihen-Portfolio nichts Aufregendes. Aber genau das ist der Punkt. Es soll zuverlässig funktionieren, planbar sein und mir nachts keinen Schlaf rauben. Und ehrlich gesagt: Das reicht mir völlig.


Sehr ungerne, Frau Lorbeer-Stieglmeier.
Schade Lübbi