Ich war lange Zeit überzeugt, dass solche Aktionen nicht hilfreich sind, weil sie eventuelle Opfer-Narrative verstärken könnte.

Inzwischen bin ich aber eher der Meinung, dass es eine gute Idee ist, den AfD-Symphatisanten zu zeigen, dass die Meinungen in der realen Welt sich doch noch von denen in ihrer Bubble unterscheiden und das sie nicht für ein Rest-“Volk” sprechen, das still auf ihrer Seite ist.

Da ist so ein Statement in der realen Welt, wie ich es eben entdeckt habe, ein guter Ansatz.

  • creamfresh
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    1 month ago

    In einer schwarz-weißen Welt sollte es keine Rolle spielen. Man rettet einfach.

    Die schwarzweiße Welt ist eher die, wo Leute kategorisch von einer medizinischen Versorgung ausgeschlossen werden. Eine komplizierte Welt darf sich so etwas wie eine ethische Baseline erlauben, wonach wir auch denen in Not helfen, die wir als Feinde sehen.

    • ominous ocelot@leminal.space
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      1 month ago

      ethische Baseline

      Das Thema Organspende scheint nicht so unkompliziert zu sein, dass man es undiskutiert voraussetzen könnte. Wie sonst kommt es, dass es, soweit ich weiß, nirgendwo eine Regelung zur verpflichtenden Organspende gibt? Opt out ja. In Deutschland gibt der gesellschaftliche Konsens nur ein opt-in her. Zahlreiche Gründe sprechen für oder gegen Organspende - ohne Wertung. Baseline? Nein.

      Es ist für mich etwas anderes, ob ich jemanden aus einer lebensbedrohlichen Notlage helfe indem ich erste Hilfe leiste oder ob ich ihm eine Lunge spende. Das sind zwei Entscheidungen mit ganz unterschiedlicher Tragweite.

      • creamfresh
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        1 month ago

        Die Baseline ist in spezifisch in Bezug auf Organ- und Blutspende, dass nur die biologische Kompatibilität und der Consent des Spenders und Empfängers gilt und niemand Extrawürste verlangen kann. Generell in Bezug auf Medizin gilt ähnliches, nur dass für die meisten Behandlungen nichts von einem Dritten benötigt wird.

        • ominous ocelot@leminal.space
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          1 month ago

          Also Zustimmung zur Spende geht nur mit ja oder nein, ein ja, aber… ist nicht vorgesehen. Die Zustimmung gilt mit dem Mitführen der Willenserklärung im Organspendeausweis als erteilt. So? Das verstehe ich.

          Ich bin mir nicht sicher. Du bist nicht mit diesem Argument, der Mitteilung wie es gehandhabt wird, in die Diskussion eingestiegen.

          Du hast einen Rollenwechsel angeboten, wie es wäre, wenn mein Leben von der Organspende eines politischen Gegners abhinge. Ich hatte daraufhin den Eindruck, es geht dir um eine offene Diskussion darüber, was moralisch richtig ist. Und dass du es als grundfalsch empfindest, eine bedingte Organspende anzubieten Oder das Mindset welches dahinter steht. Selbst im Scherz. Darauf habe ich meine Argumentation ausgerichtet. Lag ich mit der Einschätzung falsch?