»Wir müssen Millionen und Abermillionen Menschen abschieben«, hatte der Blogger Milo Yiannopoulos im US-Wahlkampf gefordert. Jetzt traf es ihn: Der Trump-Unterstützer wurde in seine Heimat Großbritannien abgeschoben. • Foto: Kevin Lamarque/Reuters

  • SirHery
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    20 days ago

    Ich meinte das schon im breiten Kontext. Die Millionen die hier abgeschoben werden sollen sind wahrscheinlich alle arbeitstätig oder wollen arbeiten ( die deutsche Bürokratie macht das ja gerne mal sehr schwer). Damit will ich den leuten nicht Ihren Wert abhängig von ihrer Tätigkeit machen, sondern eher deutlich machen, dass der rechte Spinner hier mal eben einen signifikanten teil der Leute rauswerfen will die das ganze land vor dem absaufen bewahren. Mit 1.3 kindern pro Frau wird das ohne Zuwanderung nix.

    • Linke Socke@feddit.orgOP
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      4
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      20 days ago

      Ja, dass das der Wirtschaft nicht sonderlich gefallen wird, ist klar. Es trifft immer Arbeiter. Ob nun nur 1.000 oder 10.000 oder 3 Millionen abgeschoben werden. Keine der Zahlen wäre weniger stark zu kritisieren als eine andere. Mir geht es in erster Linie um den Menschen und das ist auch schon bei einem einzigen falsch, menschenunwürdig und abzulehnen. Ich verstehe den Fokus auf das Leiden der Wirtschaft immer nicht. Wenn man nur in Wirtschaftslogik denkt, sind ein paar wenige zu verkraften und es wird tatsächlich erst bei solch einer großen Anzahl kri­ti­ka­bel.

      Das finde ich einen ungesunden Schluss, und daher argumentiere ich nicht auf dieser Ebene. Auch gegen rechte Agitatoren wie ihn zieht die Argumentation wohl kaum. Ihm ist bewusst, dass das Arbeiter trifft, und ihm wird auch bewusst sein, dass das der Wirtschaft mittel- bis langfristig schaden wird. Es geht ihnen hauptsächlich darum, die Arbeiterklasse zu spalten, und ihnen ein Feindbild vorzusetzen, um von Oben abzulenken. Einen Sündenbock bieten, auf den man herabtreten kann, welcher sich nicht wehren kann, damit man seine Unterdrückung nicht erkennt.

      Fakten, wie wirtschaftliche Zahlen, interessieren sie da nicht. Ich denke deshalb auch nicht, dass, sollte hier die AfD übernehmen, sie tatsächlich so massenhaft abschieben werden, wie es einige aus dem sehr rechten Flügel fordern. Auch die AfD weiß, dass sich Deutschland das wirtschaftlich gar nicht leisten kann. Außerdem würde die AfD ihren Sündenbock verlieren, würden sie dann wahrlich konsequent abschieben. Es benötigt Menschen unten, auf die man herabtreten kann. Es benötigt Arbeiter, die deinen Job für weniger tun würden, um deinen Arbeitskampf zu schwächen. Zudem würden die Wähler, wenn die Ausländer dann alle weg sind, dann bemerken, dass sich an ihrem Leben absolut nichts verbessert hat, und die Illusion könnte zerbrechen.

      Vermutlich wird eben genau so viel abgeschoben werden, wie gerade noch so verkraftbar für die Wirtschaft ist, und eine Ausrede nach der anderen vorgelegt, warum es nicht schneller geht. Aber auch genau diese minimale Abschiebung, die vermutlich eher passieren wird aufgrund der offensichtlichen systemischen Zwänge, würde ich ja ebenso aufs tiefste verurteilen. Und daher sehe ich keinen Sinn in der Argumentation gegen Rechte, dass die Menschen doch aber arbeiten.

      Ich hoffe, meine Perspektive ist verständlich geworden. Wir stehen vermutlich überwiegend auf der selben Seite und haben vermutlich grundlegend die selbe Meinung. Dies ist also gar kein Streit o. Ä. :) Ich sehe diese Argumentation einfach nur kritisch. Freundliche Socken Grüße. ^^

      • SirHery
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        20 days ago

        Ja, ich stimme dir auf jeden Fall zu. Ich denke wir sind hier tatsächlich einer Meinung.