Ich bin ja zugegebenermaßen eher ein Pessimist, aber ich hoffe, dass es trotzdem in nicht allzu weiter Zukunft klappt. Das wäre, denke ich, eine Situation in der Putin an den Verhandlungstisch gezwungen wird.
Das wäre, denke ich, eine Situation in der Putin an den Verhandlungstisch gezwungen wird.
Wie viel die versprechen wert sind die Putin bei Verhandlungen gibt hat man in den letzten Jahren ja gesehen. Auf welcher Basis soll man denn da verhandeln?
Der Verhandlungstisch:

Jep und unter dieser Premisse muss auch verhandelt werden. Es muss ein Deal rauskommen, bei dem die Ukraine z.B. in die EU und ihr Verteidigungsbündnis aufgenommen wird.
Das wäre, denke ich, eine Situation in der Putin an den Verhandlungstisch gezwungen wird.
Warum reden eigentlich ständig was von Putin an den Verhandlungstisch? Erst wenn er seine gerechte Strafe für seinen Genozid-Feldzug erhalten hat und die Würmer ihn auffressen kann es ein Ende des Krieges geben. Vorher gibt der nicht auf und vorher ist auch ganz Russland ihm hörig.
wenn man sich die Mentalität von Russen ansieht und mit berücksichtigt, dann ist genau dieses “an den Verhandlungstisch ZWINGEN” die größtmögliche Niederlage und Scham, die man der russischen Gesellschaft antun kann.
in Russland herrscht die Überzeugung, dass es vollkommen egal ist, wie viele Menschen man in einen Fleischwolf schmeißt - denn wenn am Ende das eigene Ziel erreicht wird, hat man nicht Millionen Tote, sondern Millionen Helden, die das russische Reich zum Erfolg getragen haben. Und im Zweifelsfall wird auch ein teilweiser Rückzug oder ein Einfrieren des Grenzverlaufs notfalls mit Propaganda so umgeschrieben, dass es in Wahrheit ein Sieg ist - woraufhin sich die Russen dann wieder feiern. Lerneffekt Gleich Null.
Indem man sie an den Tisch ZWINGT und sie ÖFFENTLICH Farbe bekennen müssen, nimmt man ihnen die Kontrolle über diese Geschichtsrevisionierung, werden sie vom “Starken Mann” zu einem “schwachen Diplomaten” runtergewürdigt. Es ist die maximale Blamage des russischen Staates. Und DIE tut WEIT mehr weh, als jede Niederlage auf dem Schlachtfeld. Es nimmt ihnen das Hurra, das Feiern, das Zelebrieren. Im Gegenteil: Sie werden blamiert.
Daher ist die Chance, so entweder wirklich eine TIEFE Narbe zu hinterlassen und somit eine Lektion zu erteilen, höher, als durch militärische Intervention. Gleichzeitig ist es aber auch gerade ein Risiko - denn jemand, der einmal DERART blamiert wurde, wird in Zukunft vor Hass auf eben jene Blamage schäumen und JEDE Gelegenheit ergreifen, dagegen vorzugehen. Allerdings - wenn man Russland kennt, dann weiß man, dass diese Wut zunächst mal intern läuft. Sprich: Das interne Machtkonstrukt um Putin wird dadurch in sich zusammenfallen.
Das sind btw. auch alles Faktoren, die mich dazu veranlassen, es eher als unwahrscheinlich zu sehen, dass genau so eine Verhandlung stattfinden wird. DAFÜR muss die Situation für Putin und Russland wirklich RICHTIG hoffnungslos aussehen. Allerdings KÖNNTE es sich, wenn die Ukraine mit den Angriffen auf Öl- und Gasfehlder und -anlagen so weitermacht und Erfolge verzeichnet, irgendwann für Putin und Co. unausweichlich werden.
Weil niemand eine Invasion Russlands starten wird, um an Putin heranzukommen. Der Grund warum die Ukraine nur so viel Unterstützung bekommt, dass sie sich gerade so im Kampf halten kann, ist, dass ein großer Teil der westlichen Regierungen Angst davor hat, was passiert, wenn Putin verliert. Ein instabiles Russland mit all seinen Atomwaffen ist eine riesige Gefahr.
Vielleicht hat er eines Tages Pech, wenn er sich eine Zigarette anzündet oder wenn er zu nahe an einem Fenster steht. Aber Putin wird mit an 100% grenzender Sicherheit niemals vor dem Internationalen Strafgerichtshof stehen.
Weil niemand eine Invasion Russlands starten wird, um an Putin heranzukommen.
Für ein Attentat braucht man keine Invasion, nur altbekannte russische Korruption.
Sicher, aber das würde ihn je nach den Umständen vielleicht sogar zum Märtyrer machen.
Ja und? Toter Putin ist toter Putin.
Gut, dann hast du einen toten Putin, der aus Sicht der Russen als Märtyrer im Kampf gegen den korrupten Westen starb und der gerächt werden muss. Bester Nährboden für einen Putin 2.0.
Bester Nährboden für einen Putin 2.0.
Die können sich dann erstmal untereinander plattkloppen, weil jeder dieser 2.0 sein will. Dann lassen sie den Rest in Ruhe.
von dem was ich gelesen habe, ist putin noch der am wenigsten hitzköpfige russische oligarch.
Putin ist kein Oligarch. Und dass ausgerechnet dieser völkermordende Kriegstreiber die bessere Alternative sein soll, ist Putin-Propaganda. Du solltest was anderes lesen.
Ich kenn mich da nich so aus aber ich hab gehört, dass wenn er ersetzt wird wird das wohl ne noch durchgeknallertere rechte Person sein. Dass da jemand aus dem gemäßigterem Sprektrum an die Macht kommt ist so gut wie unmöglich, weil solcehs Leute nicht mehr existieren. Hat da jmd Einschätzungen zu?
Ich kenn mich da nich so aus aber ich hab gehört, dass wenn er ersetzt wird wird das wohl ne noch durchgeknallertere rechte Person sein.
Mit der noch durchgeknallteren rechten Person dürfte Denis Kapustin gemeint sein und der ist so ein krasser Rassist, der will die ganzen ethnisch nicht russischen Regionen von Russland abspalten, um “die Reinheit des russischen Volks” zu bewahren.
Ein kleineres, isolatorisches Russland halte ich für ein positives Ergebnis. Unter dem Spinner können dann die Russen leiden. Haben sie verdient.
Ehrlich gesagt kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass “nur” die Krim Putin unmittelbar zum Verhandeln zwingt. Aber vielleicht bietet das in der Folge für die Ukraine Gelegenheiten, im Süden erfolgreich zu sein, was dann in der Folge vielleicht zu Verhandlungen führen kann. Insofern könnte eine abgeschnittene Krim möglicherweise ein Auslöser sein, der am Ende zu Verhandlungen führt.
jein - die Krim ist für Russland dahingehend überlebenswichtig, da nur durch sie ein RELATIV stabiler Weg für Marineflotten ins Mittelmeer und die übrigen Ozeane möglich ist. Russland hat zwar viele Küsten, aber die liegen im NORDEN des Landes - und da ist entweder Eis oder andere Hindernisse, die ein brauchbares Ausrücken erschweren.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass Putins Russland auch gerne einen offenen Konflikt mit den NATO-Mitgliedern austragen möchte. Asymmetrisch läuft der Konflikt schon lange - durch Manipulation, durch geheimdienstliche Tätigkeiten, durch Hacking, durch Einflussnahme in gewissen Parteien, durch Verbreiten von Fake-News und Förderung entsprechender, radikaler Stimmen, die destabiliisierend wirken. Aber um einen ECHTEN Konflikt auszutragen, braucht es eben militärisches Material und die Möglichkeit, dieses zu verlegen. Ohne die Krim bzw. den freien Zugang zum schwarzen Meer ist dies IMMENS behindert.
Ist die Krim destabilisiert bzw. nicht wirklich zu 100% fest im Griff von Russland, sind all diese Pläne auf tönernen Füßen gebaut. Deswegen tut das, was die Ukraine da unten gerade macht, Russland auch so ENORM weh.
Die Krim hat auch krass große symbolische Bedeutung, der Konflikt um die Krim und die Begehrlichkeiten reichen hunderte Jahre zurück, der Krimkrieg war in den 1850ern. Aus russischer Sicht war die Krim überhaupt nur ukrainisch, weil sie in der Sowjetunion als politische Geste an die Ukraine verschenkt wurde in der Annahme dass in der Union eh alle auf Linie sind. Nachdem das nicht mehr gilt will man auch das “Geschenk” rückgängig machen.
Militärisch dürfte der Verlust von Syrien für die Flotte deutlich schwerer wiegen als ein Verlust von Sevastopol, aber hilfreich ist natürlich beides nicht. Die Ironie liegt darin, dass die Ukraine den Weiterbetrieb des Stützpunktes überhaupt niemals in Frage gestellt hatte, auch nicht unter einer westlich ausgerichteten Regierung. Diese Option gibt es aber nun wohl nicht mehr.
die Krim ist für Russland dahingehend überlebenswichtig, da nur durch sie ein RELATIV stabiler Weg für Marineflotten ins Mittelmeer und die übrigen Ozeane möglich ist.
Doof nur, wenn die Türkei sie nicht durchlässt.
naja. also erstens ist die krim noch sehr weit vom atlantik entfernt. dazwischen liegen mindestens noch der bosporus, die griechischen kleinen inseln, italien, und die straße von gibraltar. nicht gerade ein zuckerschlecken, daran vorbeizukommen im konfliktfall.
zweitens, was ich nicht verstehe, russland hat ja ziemlich viel pazifikküste. warum wird die nicht genutzt?








