Seit dem 30. Juli 2026 ist es per Gesetz verboten, medizinische Cannabis-Blüten auf einem Kassenrezept zu verordnen. Das soll Geld sparen. Für Patientinnen und Patienten ist das eine Katastrophe.
In der Anhörung des Gesundheitsausschusses am 22. Juni 2026 sprach sich der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) Prof. Hecken auf Frage des CSU-Abgeordneten Stefan Pilsinger für eine Verschärfung des bisherigen Gesetzentwurfes zugunsten von Fertigarzneimitteln aus. Er regte einen sechsmonatigen Zeitraum an, in dem keine Rezepturarzneimittel erstattet werden können. Der G-BA-Vertreter nannte zudem explizit das kürzlich neu zugelassene Fertigarzneimittel “Exilby” des Münchener Unternehmens Vertanical als mögliche Alternative.
Gründer und Gesellschafter von Vertanical ist Clemens Fischer. Dieser spendete vor der letzten Bundestagswahl u.a. 200.000 € an die CSU, 100.000 € an die SPD und 90.000 € an die CDU. Fischer und sein Unternehmen dürften die größten Profiteure der kurzfristigen Verschärfung sein, die auf eine Initiative der CSU zurückzuführen ist und letztendlich mit den Stimmen der Regierungsparteien (CDU,CSU und SPD) in der Beschlussempfehlung des Gesundheitsausschusses durchgebracht wurde.
https://hanfverband.de/hanfverband-skandaloese-entscheidung-zu-gkv-cannabis
Union ist korrupt. Wie wir es wussten. Trotzdem werden die gewählt weil “Taktik” und “ansonsten gewinnt die AfD”. Pest und Krebs zur Wahl
Finde es nur extrem bedauerlich, dass das bei diesem ansonsten ja guten SWR-Beitrag über die Folgen, die (mögliche) Korruption hinter dieser Änderung, nicht wenigstens erwähnt wird.
Jedes mal wenn ich den Namen Pilsinger lese muss ich an seine Wahlkampf Aktion denken, bei der er Bier verschenkt hat. An Männer. Frauen haben natürlich einen Kochlöffel bekommen.
Äh, gabs da nicht ein Beschluss des Bundesgerichtshofs wo unsere Regierung jetzt nicht mehr umsetzt?



